Ganzheitliches mobiles Lerntraining


 

Schulprobleme und Lernschwierigkeiten können unterschiedliche Ursachen haben. Diese besser einschätzen zu können erfordert eine Analyse der Problem- und Spannungsfelder sowohl in der Schule als auch in der Familie und gezielt dann mit dem Schüler / der Schülerin selbst. Daher ist das Elterngespräch und die Vernetzung mit der Schule sehr wichtig. Zusammen dienen diese als erster Einblick und Einschätzung für die individuelle pädagogische Arbeit. Eine weitere Kommunikation und Zusammenarbeit sowie laufende Reflexion mit Eltern und Schule fördert die Nachhaltigkeit des ganzheitlichen Lerntrainings.

Ein wichtiger erster Schritt im Rahmen eines ganzheitlichen Lerntrainings ist es, sich Klarheit zu verschaffen. Welche Potentiale hat das Kind? Auf welchen Fähigkeiten und Ressourcen kann man aufbauen und wie können diese gefördert werden. Mittels einem Gespräch und Übungen ist es möglich Ursachen der Lernschwierigkeiten und Lernstörungen herauszufinden. Da Lernen und Entwicklung eng mit Bewegung und Wahrnehmungsfähigkeit verbunden ist wird auch dies ins ganzheitliche Lerntraining einbezogen.

 

Im Rahmen von freizeitpädagogischer Aktivität wird Vertrauen und Bindung zwischen SchülerIn und LerntrainerIn aufgebaut, sowie die visuelle und auditive Wahrnehmung und die motorische Fähigkeit abgeklärt. Im Gespräch werden weitere Informationen eingeholt: persönliche Lernstrategien, Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse, Lerndruck, persönliche Bedürfnisse in Bezug auf Schule und Lernen sowie Selbsteinschätzung und Selbstbewusstsein.

Da Lernen ein komplexer Prozess ist, der mehrere Ebenen umfasst ist es wichtig auf diese Bereiche einzugehen. So wird im ganzheitlichen Lerntraining individuell und gezielt auf alle Wahrnehmungsbereiche (sehen, hören, fühlen) und auch das Selbstbewusstsein mit der daraus folgenden Selbsteinschätzung eingegangen. So wird Lernen erfolgreicher.

 

Wenn man genauer hinsieht und hinterfragt, warum Lernen keinen Spaß mehr macht, kommt als Antwort oft: „Weil ich versage, weil ich es eh nicht kann, weil es so anstrengend ist, etc.“ Oftmals liegt dies darin begründet, dass Kinder Lob und Anerkennung fast ausschließlich bei sehr guten Leistungen bekommen oder es fehlt die notwendige Unterstützung, wenn es zu anstrengend wird.

 

Wie unser Gehirn lernt und funktioniert? Wie lernt ein Kind laufen? – Ein renommierter Kinderpsychiater Prof. Dr. Spitzer sagt dazu, dass ein Kind von Fall zu Fall laufen lernt. Schließlich kenne er kein Kind, welches das Laufen lernen nach 2 Monaten hinschmeißt, da es zu anstrengend ist.

 

Wie kann man diese Erkenntnis in ein ganzheitliches Lerntraining integrieren? Wichtig ist es gemeinsam mit dem Kind neue positive Lernerfahrungen abzuspeichern, damit dass Kind von selbst wieder Freude und Spaß entwickelt und motiviert wird, sich etwas beizubringen. Positive Lernerfahrungen aktivieren im Lernzentrum ein Glücksgefühl.

 

Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten

 

-       Spielerische Erarbeitung wie unser Gehirn funktioniert mit Hilfe von Lernexperimenten und Übungen

 

-       Erarbeitung von Zielen im Lernprozess (Wozu lerne ich?)

 

-       Lob und Anerkennung für das Lernen selbst, den Versuch sich etwas neues beizubringen, das „Dranbleiben“ am Lernprozess

 

-       Intensive Unterstützung und Begleitung wenn es für den Schüler / die Schülerin anstrengend wird

 

Mit Hilfe dieser und weiterer Methoden und Möglichkeiten soll Schülern und Schülerinnen ermöglicht werden positive Lernerfahrungen abzuspeichern und somit zu neuer Motivation zu gelangen.

 

o   Die richtige Einteilung macht´s – gut durchdacht ist halb getan

 

Um den Schritt zu positiven Lernerfahrungen zu erleichtern wird im Vorfeld mit dem Schüler / der Schülerin daran gearbeitet, eine ordentliche und förderliche Lernumgebung zu schaffen. Dabei werden folgende Punkte bearbeitet:

 

-       Ordentlicher Lernplatz mit Wohlfühlfaktor und Übersicht

 

-       Ordentlich gepackte Schultasche für den nächsten Tag

 

-       Übersichtliche Heftführung

 

-       Ausschalten externer Störquellen (TV, Radio, etc.)

 

-       Erstellen eines Zeitplanes (Vorbereitung auf Tests und Schularbeiten)

 

-       Gezielte Lernplanung, welche Erfolgserlebnisse zulässt

 

Gemeinsame Erarbeitung warum es sinnvoll und unterstützend ist, eine gewisse Ordnung zu halten. Dies hat nämlich viele Vorteile: Zeitersparnis durch schnelleres Auffinden von gesuchten Dingen, Vereinfachung der Aufgaben, Klarheit und Überblick, Rau für Neues, freier Kopf, Selbstachtung, etc.

 

Der/die LerntrainerIn unterstützt den/die SchülerIn Ordnung und Struktur in den Lernablauf zu bringen, um diesen zu erleichtern. Dabei geht es darum, den Schüler / die Schülerin selbst gestalten zu lassen. Ziel ist hierbei die Förderung der Eigenverantwortung.

 

Lernstrategien erleichtern die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung neuer Informationen, wobei zwischen "oberflächlichen" Wiederholungsstrategien und "tiefen" Elaborationsstrategien unterschieden werden kann. Klassische Gedächtnistechniken erleichtern das Behalten neuartiger Informationen. Da es unterschiedliche Lerntypen gibt, ist es wichtig individuell mit dem Schüler / der Schülerin zu erarbeiten, welche Lernmethoden geeignet und unterstützend sind.

 

Mit Hilfe von Lernexperimenten / Übungen / Tipps werden Merk- und Denkstrategien erarbeitet und gefördert. Spielerisches Kennenlernen verschiedenster Mnemotechniken um die Phantasie, innere Bilder und Kreativität anzuregen. Entspannungs- und Bewegungspausen werden mit eingebaut um die Konzentration zu steigern.

 

Bewegungstraining und Koordinationsübungen sind wichtige integrative Bestandteile eines ganzheitlichen Lerntrainings, da diese das Lernen leichter machen. Unser Nervensystem entwickelt sich eng im Zusammenhang mit Bewegung. Die motorische Entwicklung im Säuglings- und Kleinkindalter hat einen starken Einfluss auf den späteren schulischen Lernerfolg. Somit führen Koordinationsschulung und Bewegungstraining, im Rahmen von gezielten freizeitpädagogischen Aktivitäten im Rahmen des ganzheitlichen Lerntrainings, zu mehr Erfolg beim Lernen.

 

Dazu gehört auch die Wahrnehmungsschulung durch das Training von grundlegenden Fähigkeiten wie Hörsinn, Sehsinn, Gleichgewichtssinn, Tastsinn, etc. Je fitter und aktiver unsere Sinne sind, desto leichter funktioniert das Lernen.

 

Zusammenfassende sozialpädagogische Tätigkeiten

 

o   Analyse der Ressourcen und Fähigkeiten

 

o   Angenehmes ordentliches Lernklima schaffen

 

o   Unterstützung bei der Erarbeitung individueller Lernstrategien

 

o   Bewegungs- und Koordinationsübungen

 

o   Hilfe zur Selbsthilfe durch Förderung der Eigenverantwortung

 

Unsere Mitarbeiterinnen  Christine Brunner, LSB und Ines Annette Steinthaler, LSB sind in diesem Bereich aktiv und spezialisiert.

 

Phönix Jugendbetreuung OG

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