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Hier gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen, hilfreiche Links und Downloads.

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Kindertrauer - Häufig gestellte Fragen von Eltern

 

Häufig gestellte Fragen von Eltern

 

Als Eltern ist es ganz natürlich, dass wir unser Kind vor den Grausamkeiten des Lebens schützen und ihm eine heile Welt ermöglichen wollen – doch der Tod macht vor einer heilen Welt nicht halt. Hier neigen wir dann häufig dazu, durch Verheimlichung oder Halbwahrheiten die Kinder vor der Realität des Todes bewahren zu wollen. Helfen tut das den Kindern aber nicht. Muten Sie Ihrem Kind die Wahrheit zu – es hat langfristig mehr davon, denn es muss lernen, dass „Abschied nehmen und loslassen ein wichtiges Lebensprinzip ist“.

 

Soll ich mein Kind zum Totenbett, zur Beerdigung, auf den Friedhof mitnehmen?

 

Diese Fragen werden unnötig oft zu einer Streitfrage innerhalb der Familie. Wichtig ist es, dass das Kind die Wahl hat, ob es zur Beerdigung mitgehen will oder den Toten noch einmal sehen will. Kinder sollten sich hierbei nicht dazu gezwungen fühlen. Kinder fühlen sich jedoch häufig von der Gemeinschaft ausgeschlossen, wenn man sie z.B. zur Beerdigung nicht mitnimmt. Dann haben sie das Gefühl, nicht dazuzugehören. Bei Beerdigungen ist es ratsam, wenn eine vertraute Person sich des Kindes annimmt und gegebenenfalls die Beerdigung verlassen kann, wenn es dem Kind zu viel wird. Je früher Kinder lernen, dass der Tod zum Leben dazugehört, umso normaler wird für sie der Umgang mit dem Tod. Lernen können sie das nur, indem wir es vorleben und ihnen sämtliche Informationen geben, die sie brauchen. Ich habe meine zweijährige Tochter zur Beerdigung ihrer Großtante mitgenommen und sie, als wir den Sarg noch einmal öffneten, gefragt, ob sie sich von ihrer „Tante Frieda“ verabschieden . Als sie mit „nein“ antwortete, ließ ich sie weiter die Partezettel sortieren, während wir uns von der Verstorbenen verabschiedeten. 

 

Wie merke ich, wenn die Trauer meines Kindes den normalen Grad überschreitet?

 

Zunächst ist hier zu klären, was „normale“ Trauer ist. Trauer ist ein schmerzlicher, aber ganz natürlicher Prozess, der nach einiger Zeit beendet ist und dazu führt, dass alles wieder leichter fällt und man sich den Alltagsaufgaben wieder zuwenden kann. Die Trauer bei uns Erwachsenen verläuft in Wellen von unterschiedlicher Intensität. Ähnlich ist es auch bei Kindern – sie können jedoch viel abrupter zwischen Phasen der Trauer und des Fröhlichseins umschalten.

 

Zeigt das Kind über einen Zeitraum von mehr als vier bis sechs Wochen ein deutlich verändertes Verhalten, so ist es sinnvoll, sich fachlichen Rat zu suchen. Unter verändertem Verhalten versteht man deutlichen Rückzug, Wut, keine Anzeichen von Zuversicht und Fröhlichkeit und körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen. Ich plädiere aber wie Margit Franz (S. 105) im Trauerfall zum Wohlergehen des Kindes für ein präventives Eingreifen, d.h., gleich zu beginn der Trauer sollte unterstützende Hilfe in Anspruch genommen werden, da dem Kind so schon im Vorfeld viel Kummer erspart werden kann. 

 

Wie die Feiertage überstehen? – Darf man sich auf Weihnachten freuen?

 

Trotz aller Trauer über den Verlust ist es auch wichtig, nach vorne zu Blicken und weiterzuleben. Meine Großmutter starb ziemlich überraschend am 23. Dezember, also einen Tag vor Weihnachten. Meine Cousine war damals sieben Jahre alt, ich selbst war 20 Jahre alt. Unsere Familie hat immer gemeinsam Weihnachten gefeiert und neben dem Schock über den plötzlichen Tod und dem Schmerz machten wir uns auch Gedanken darüber, wie wohl Weihnachten werden würde. Für meine kleine Cousine wollten wir uns zusammenreißen, um ihr ein schönes Fest zu ermöglichen und durch die Tatsache, dass sie in ihrem Alter nicht verstanden hatte, was passiert war und ihrer Freude über die Geschenke ungebremst Ausdruck verlieh, hat sie uns schlussendlich ein schönes Fest bereitet und uns von der Trauer ein wenig abgelenkt. Was ich damit sagen will, ist, dass Kinder so eine Situation angenehm auflockern können und dass es in Ordnung ist, wenn man sich trotz des Schmerzes, der Trauer und des Verlustes auch noch auf etwas freut.

 

Mein Kind weint gar nicht! – Ist es nicht traurig?

 

Wenn das Kind nicht weint, kann das viele Ursachen haben. Vielleicht getraut es sich nicht, aus Rücksicht auf andere. Oder es schämt sich für die Tränen. Als Erwachsene können wir dem Kind erklären, dass es normal ist, zu weinen und dass man seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Viele Kinder weinen erst nach einiger Zeit zum ersten Mal. Das ist ganz unterschiedlich und individuell verschieden. 

 

Warum spricht mein Kind nicht über den Verlust?

 

Kinder können über ihre Gefühle nicht so sprechen wie Jugendliche oder Erwachsene – ihr Kommunikationsmittel ist das Verhalten. So kann z.B. auch Wut oder Aggression ein Ausdruck von Trauer sein. Durch Malen oder Basteln können Kinder auch oft gut ausdrücken, was in ihrer Gefühls- und Gedankenwelt vorgeht.

 

Warum ist mein Kind seit dem Todesfall oft aggressiv?

 

Wie bei der letzten Frage schon erwähnt, kann Aggression ein Ausdruck von Trauer sein. Entwickeln Sie mit dem Kind gemeinsam eine Idee, wie es die aufgestaute Wut angemessen ausdrücken kann, beispielsweise durch Boxen auf einen Sandsack.

 

Mein Kind lacht schon wieder – trauert es gar nicht?

 

Kinder trauern sprunghaft und nicht durchgehend. Es ist völlig normal, dass Kinder zwischendurch fröhlich sind.

 

Wie lange wird mein Kind trauern?

 

Trauer ist individuell verschieden und variiert von Mensch zu Mensch in Intensität und Dauer. Sie ist von verschiedenen Faktoren abhängig, hat einen Anfang und ein Ende, ist nicht vorhersehbar und kann sich mit der Zeit verändern und verschwinden. Wenn das Kind jedoch über einen Zeitraum von mehr als vier bis sechs Wochen ein deutlich verändertes Verhalten zeigt, so ist es sinnvoll, sich fachlichen Rat zu suchen.

 

Wann soll mein Kind wieder in den Kindergarten/die Schule gehen?

 

Routine bedeutet für Kinder Sicherheit. Daher ist es ratsam, dass das Kind so bald wie möglich wieder einen geregelten Tagesablauf hat und wieder zum Kindergarten oder zur Schule geht. 

 

Kann mein zweijähriges Kind überhaupt begreifen, was es bedeutet, tot zu sein?

 

Natürlich ist es vom Alter abhängig, inwiefern Kinder den Tod mit all seinen Dimensionen begreifen können. Es ist jedoch erwiesen, dass schon Säuglinge den Verlust einer nahestehenden Person empfinden können, z.B. durch veränderte Rituale. Kleinkinder entwickeln eigene Vorstellungen über den Tod. Hier ist es wichtig, dem Kind zuzuhören und offene Fragen so gut es geht zu beantworten, um zu vermeiden, dass sich das Kind abstrusen Fantasiegebilden hingibt. Ganz besonders wichtig ist es für die Kinder, eingebunden zu werden, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlen. Sie können, sofern das vom Alter her möglich ist, bei den Beerdigungsvorbereitungen behilflich sein oder ein Bild malen, welches dann zum Sarg gelegt wird.

 

 

Information

über die Qualitätsstandards und Empfehlungen für die Beratung von Eltern nach § 95 Abs. 1a AußStrG über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder

 

Rechtliche Grundlage

 

Im Jahr 2011 wurde in Österreich das Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern (BGBl. 1 Nr. 4/2011) verabschiedet. Neben dem Kindeswohl als vorrangigem Gesichtspunkt (Artikel 1) ist unter anderem die Berücksichtigung der Meinung des Kindes, das Recht auf Kontakt zu beiden Eltern und das Recht auf Partizipation festgelegt (Artikel 9 Abs. 3, Artikel 12 Abs. 1 und 2 UN-Konvention über die Rechte des Kindes). In der Definition des Kindeswohls in §138 ABGB werden etwa das Recht des Kindes auf Fürsorge, Geborgenheit und den Schutz der körperlichen und seelischen Integrität, die Berücksichtigung seiner Meinung sowie die Bedeutung verlässlicher Kontakte des Kindes zu beiden Elternteilen und wichtigen Bezugspersonen hervorgehoben.

 

In dieses Bild fügt sich § 95 Abs. 1a Außerstreitgesetz (AußStrG) ein, wo festgelegt ist, dass Eltern vor Abschluss oder Vorlage einer Regelung der Scheidungsfolgen bei Gericht zu bescheinigen haben, dass sie sich über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder bei einer geeigneten Person oder Einrichtung haben beraten lassen.

 

Hinweis

Wir fühlen uns im Rahmen der Elternberatung nach § 95 Abs. 1a AußStrG zur Verschwiegenheit gegenüber Dritten verpflichtet. Im Fall des Verdachts einer Kindeswohlgefährdung muss eine entsprechende Meldung an den Kinder- und Jugendhilfeträger erstattet werden.

 

 

Terminvereinbarung

 

Manuela Brandstätter, Bakk.theol. 0676 950 25 79

Mag. Rene Ramschak 0699 101 771 08

 

Aus der Logopädie "Wie spricht mein Kind"

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